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    Nationalparks in Kenia

    Zebra ganz nah

    In welchem Wildpark finde ich welche Tiere?

    Kenia bietet mit seinen vielen unterschiedlichen Parks allen Reisenden die Möglichkeit für abwechslungsreiche Safaris und ausgedehnte Pirschfahrten. In Kenia gibt es zurzeit 23 Nationalparks und 28 Nationalreservate. Zusammen machen sie etwa 8% der kenianischen Landfläche aus und werden vom Kenya Wildlife Service verwaltet.
    Landschaftlich und auch vom Tieraufkommen sind die Parks sehr unterschiedlich. Damit Sie sich einen guten Überblick verschaffen können, haben wir hier die Parks alphabethisch aufgeführt und die wichtigsten Daten und Fakten zusammengefasst.

    Amboseli Nationalpark

    Aussicht auf den Kilimanjaro im Amboseli Nationalpark

    Der Amboseli Nationalpark gehört zu den beliebtesten Safarizielen in Kenia. Der Park ist vor allem wegen des einmaligen Panoramas – dem Kilimanjaro auf tansanischer Seite im Hintergrund – bekannt geworden. Der Kilimanjaro ist nicht nur schön anzusehen, die ergiebigen Wasserquellen ermöglichen vor allem das artenreiche Leben innerhalb des 392 km² großen Parks. Sie speisen die ausgedehnten Sumpfgebiete und den Sodasee. Ansonsten herrscht ein trockenes, heißes Klima und ein Großteil des Amboseli (Maa für „salziger Staub”) besteht aus staubiger Salzwüste.

    Die große Elefantenpopulation, die auf 1300 Tiere geschätzt wird, ist eine Hauptattraktion des Parks. Neben Giraffen, Gnus und Zebras kann man im Park aber auch Geparde, Leoparde und Büffel beobachten. In den Sümpfen fühlen sich auch Nilpferde wohl.

    Den Hell’s Gate Nationalpark kann man auch auf dem Fahrrad erkunden

    Lake Naivasha und Hell’s Gate Nationalpark

    Der Lake Naivasha ist ein Süßwassersee im östlichen Great Rift Valley und Heimat für eine Vielzahl von Vogelarten. Zu den fast 500 gezählten Arten gehören unter anderem Ibisse, Pelikane, Kormorane und Schreiseeadler. Am Ufer des Sees leben Giraffen, Antilopen, Gnus, Zebras und Flusspferde.

    Ein Besuch von Elsamere am südwestlichen Ufer lohnt sich. Das Wohnhaus von Joy und George Adamson wurde zu einem Umweltschutzzentrum und einem kleinen Museum umgebaut. Ohne die finanzielle Unterstützung von Joy, die Bücher über die Löwin Elsa schrieb, wäre der Hell’s Gate Nationalpark nicht entstanden. Dieser kleine Nationalpark (68 km²) befindet sich im Süden des Naivashasees. Aufgrund der Abwesenheit von Raubtieren besteht die Möglichkeit den landschaftlich abwechslungsreichen Park zu Fuß oder mit dem Fahrrad zu erkunden. Eine herrliche Gelegenheit, um die Natur aktiv zu erleben.

    Zwergflamingos – Das Wahrzeichen des Lake Nakuru

    Lake Nakuru Nationalpark

    Die große Attraktion des Nationalparks war lange Zeit die große Anzahl von Zwergflamingos, die am Rande des Sodasees einen rosa Teppich bilden. Da das Wasser des Sees durch einen steigenden Pegel jedoch süßer und das Futter für die Wasservögel somit knapper wird, wandern die Flamingos vermehrt ab und siedeln sich an anderen Seen an wie zum Beispiel dem Lake Baringo.

    Der Park, der seit 1968 auch ein Nationalpark ist, erweist sich jedoch das gesamte Jahr über als idealer Ort, um sowohl die bedrohten Rothschild Giraffen als auch Spitz- und Breitmaulnashörner zu beobachten. Die Tiere wurden zum Schutz in den Nationalpark umgesiedelt und vermehren sich mittlerweile so zahlreich, dass sie bereits teilweise in ihre ursprünglichen Lebensräume ausgewildert werden konnten. Große Herden von Büffeln und Wasserböcken befinden sich ebenfalls im Park. Die Landschaft innerhalb des 188 km² großen Gebiets ist sehr abwechslungsreich und reicht von Waldgebieten bis zu ausgedehnter, grüner Savanne.

    Besondere Tierbeobachtungen in der Masai Mara

    Massai Mara Naturschutzgebiet

    Die Massai Mara umfasst ein Gebiet von 1540 km² und ist das tierreichste Reservat Kenias, sowohl in Bezug auf die Anzahl der Arten als auch der Einzeltiere. Die Massai Mara besteht zum größten Teil aus einer weitläufigen Grassavanne mit einzelnen Bäumen. Daher hat die Massai Mara auch ihren Namen erhalten, da „Mara“ in der Sprache Maa „gepunktet“ oder „gefleckt“ bedeutet – entsprechend des Erscheinungsbildes der Landschaft. Die Masai sind ein Nomadenvolk, das seit jeher sein Vieh in der Region hütet.

    Im Süden schließt das Naturschutzgebiet direkt an den Serengeti Nationalpark in Tansania an und bildet ein zusammenhängendes Ökosystem. Im Westen befindet sich der Viktoriasee, der der Massai Mara einen überdurchschnittlichen Niederschlag beschert und somit die hohe Tierdichte im Park ermöglicht.

    Die alljährliche große Tierwanderung ist das Markenzeichen der Massai Mara. Millionen von Gnus, Zebras und Antilopen ziehen aus der Serengeti Richtung Norden, überqueren den Mara Fluss und erreichen in der Massai Mara Weidegebiete mit frischen Gräsern und genügend Wasser. Doch auch wenn die Tiere zurück in die Serengeti ziehen, befinden sich in der Mara eine große Anzahlt sesshafter Tiere. Große Herden von Elefanten und Büffeln, so wie Giraffen, Löwen, Geparde und Leoparden können – unter anderen – in der Massai Mara das gesamte Jahr gesichtet werden.

    Die seltenen Grevyzebras im Samburu Nationalpark

    Samburu Nationalreservat

    Das Samburu Nationalreservat ist ein 165 km² großes Naturschutzgebiet im Rift Valley nördlich von Nairobi am Uaso Nyiro Fluss. Die Landschaft dort ist von trockenem Buschland und offenen Grasflächen durchzogen. Der Uaso Nyiro Fluss ist gerade in der Trockenzeit ein beliebter Versammlungsort für alle möglichen Arten von Tieren. Im Gegensatz zu den übrigen Nationalparks, können Sie im Samburu auch Tiere des nördlichen, sehr trockenen Kenias beobachten. Dazu gehören zum Beispiel die sehr seltenen Netzgiraffen, Grevyzebras und der Somali-Strauß.

    Ebenso wie in der Maji Moto kann man hier auch kulturelle Höhepunkte erleben. Das im Nationalreservat lebende Samburu-Volk hält sich, ähnlich wie die Massai, noch an ihre historischen Bräuche. So sind die Samburu Nomaden. Sie essen keine Wildtiere, sondern leben mit und von ihren Viehherden.

    Die rote Erde ist charakteristisch für den Tsavo-Ost.

    Tsavo-Ost Nationalpark

    Im Jahr 1948 wurde der Tsavo Nationalpark mit einer Gesamtgröße von 21.812 km² gegründet. Bereits ein Jahr später wurde der große Park aus administrativen Gründen in die Nationalparks Tsavo-Ost und Tsavo-West geteilt.

    Der heutige Tsavo-Ost Nationalpark umfasst eine Fläche von 11.747 km². Der Park ist landschaftlich nicht so abwechslungsreich wie sein kleiner Bruder, da er hauptsächlich aus Busch-, Grassavannen und halbwüstenartigen Steppen besteht. Die Tiervielfalt ist jedoch beeindruckend: Beobachten Sie während der ausgedehnten Pirschfahrten mit etwas Glück die Big Five, Geparden und am Flussufer auch Krokodile und Nilpferde. Im Park gibt es zwei Besonderheiten: Die Elefanten im Tsavo-Ost sind rot, da sie sich während Ihrer Staubbäder mit der roten Erde einpudern. Außerdem tragen die männlichen Löwen im Park als Anpassung an das heiße Klima keine (oder nur eine sehr dünne) Mähne.

    Mit etwas Glück erspäht man auch majestätische Großkatzen im dichten Gebüsch.

    Tsavo-West Nationalpark

    Mit 9.065 km² der kleinere der beiden Tsavo Parks, ist der Tsavo-West Nationalpark jedoch der landschaftlich abwechslungsreichere. Insgesamt weist der Park eine höhere, fast waldähnliche Vegetation auf und ist von Hügeln und Bergen durchzogen. Im Nordwesten befindet sich der Chaimu-Krater. Die karge Mondlandschaft aus schwarzer Lava zeugt noch von den letzten Ausbrüchen des Vulkans.

    Im Süden des Parks befinden sich die Mzima Springs, die von einem dichten Wald umgeben sind. Der Süßwassersee wird von einer Quelle gespeist, die pro Minute 300.000 Liter Trinkwasser ausschüttet. Ein Teil des Wassers wird per Pipeline zur Trinkwasserversorgung nach Mombasa geschickt. Bezüglich der Artenvielfalt unterscheiden sich die beiden Tsavo Parks nicht. Die Tiere sind im Tsavo West jedoch aufgrund der dichten Vegetation oftmals etwas schwerer zu entdecken.